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Architektur
Klassizismus
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Klassizismus bezeichnet die kunstgeschichtliche Epoche im Zeitraum etwa zwischen 1760 und 1840. Der Klassizismus löste den Barock bzw. das Rokoko ab. Zum Klassizismus gehören die Stile Louis-seize, Empire und Biedermeier. Es ist die Architektur des erstarkten Bürgertums. Man lehnt sich wieder an den Formenkanon des griechischen Tempelbaus, teilweise aber auch an die italienische Frührenaissance an. Der neue Stil ist das Gegenmodell zur Kunst des Barock mit einer läuternden Vereinfachung der Formen. Gegenüber dem vorangegangenen Rokoko zeichnet sich der Klassizismus durch eine Rückkehr zu geradlinigen, schlichteren, klaren Formen und einer stärkeren Anlehnung an klassisch-antike Vorbilder aus. Typisch war dabei die ausgiebige Verwendung von Marmor und u. a. die Einbeziehung von ganzen Antikensammlungen mit Büsten, Statuen, Reliefs und sogar Mosaiken, die als Dekoration in den Baukörper integriert wurden. Klassizistische Architektur findet man in Kirchen, Schlössern, Bürgerhäusern, Museen, Schulen und Krankenhäusern. Beispiele: Neue Wache, Altes Museum, Konzerthaus Berlin (Schinkel), Brandenburger Tor (Langhans) und Pariser Platz, Schloss Ludwigslust, Pantheon in Paris, Glyptothek in München u.a..

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