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Architektur
Barock
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Barock nennt man die Kunstrichtung vom Anfang des 16. bis Mitte des 18. Jhd. Die individuelle Freiheit in der Renaissance wird durch das absolutistische Fürstentum abgelöst (Kunst des Absolutismus). Die architektonischen Formen der Renaissance werden übernommen aber pathetisch übersteigert. In den Grundrissen setzen sich ovale, ellipsoide, geschweifte Formen, konvexe- und konkave Bögen und wuchtige Gesimse durch. Die Fassade ist als das äußere Prunkstück besonders wichtig. Vorsprünge der Fassade bis zur Rahmung des Portals zwischen zwei Halbsäulen korinthischen Kapitelle der Scheinstützen tragen ein kantig-wuchtiges Gebälk, aus dem ein hoher Giebel erwächst. In Fortführung der Vertikalen der Kolossalordnung stemmen flache Pilaster den Oberbau regelrecht empor und lenken den Blick zum bekrönenden Dreiecksgiebel. Erstmals treten Voluten bei der Fassade auf. Sie wurden zu einer beherrschenden Dekorationsform des Barocks. Es dominieren nicht mehr die einzelnen Bauelemente – wie in der Renaissance – sondern die Gesamtwirkung. Man spricht auch von Repräsentationsarchitektur. Die Schlösser sind in Form einer 3-Flügelanlage gebaut. Bei süddeutschen Kirchen findet man nun den Zwiebelturm. Das geschwungene Mansardendach findet man noch heute häufig an Bürgerhäusern und ist nach dem Barockbaumeister von Versailles Mansard benannt. Typische Beispiele sind das Zeughaus in Berlin, der Zwinger in Dresden, Stiftskirche Neuzlle, Schloss Oranienburg, Schloss Versailles, Kloster Melk

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