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Architektur
Gotik
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Die Gotik entstand um 1150 in Nordfrankreich - bestand einige Zeit neben der noch vorhandenen Romanik und verbreitete sich von dort über ganz Europa, Sie endet erst um1500. Der Name leitet sich von der Bezeichnung des Germanenstammes der Goten ab (ursprünglich geringschätzig als barbarisch gegenüber dem goldenen Zeitalter der Antike). Der nach den Kreuzzügen sich mehr entwickelnde Handel fand vor allem in den Städten statt. Das Bürgertum mit Händlern, Handwerkern und Künstlern schufen den neuen Stil.Weiterentwicklung des Bauhüttenwesens schuf die Voraussetzungen, die immer anspruchsvolleren und komplexeren gotischen Architekturen auch in sehr großen Maßstäben bauen zu können.

Der Spitzbogen ist das beherrschende Mekmal der Gotik. Spitzbögen bestimmen das Erscheinungsbild gotischer Bauten und finden sich auch in der Form der Fenster- und Portalgewände sowie im Maßwerk. Der Spitzbogen erweckt im Gegensatz zum massiven stüzenden Eindruck des romanischen Rundbogens das Gefühl des leichten Emporstrebens (Betonung der Vertikalen). Ein spitzbogiges Kreuzrippengewölbe mit dessen diagonal verlaufende Rippen werden von den Mittelschiffspfeilern getragen Da die got. Bauten derart hoch waren, mussten die Kräfte über das aus Strebebögen gebildete Strebewerk über die Seitenschiffgewölbe hinweg auf Strebepfeiler nach außen abgeleitet werden (eine der höchten Sakralbauten ist der Kölner Dom), geleitet. In der Gotik wurden die Mauerflächen zunehmend aufgelöst und großflächig durch Glasfenster ersetzt, In der Gotik werden Vorhallen nur noch selten gebaut, die romanischen Elemente Atrium, Westwerk und Westchöre entfallen ganz und werden durch die gotischen Westfassaden abgelöst. Neben spitzbogigen Maßwerkfenstern sind auch kreisrunde Rosettenfenster zu finden, In der Spätgotik schließlich wurden auch verschlungene und kompliziertere Maßwerkformen in vielfältigen Fischblasen- und Flammenmustern (Flamboyant) ausgebildet. Die Vorlagen zu vielen gotischen Ornamenten stammen aus der Pflanzenwelt. Eine besondere Rolle spielte dabei das Eichenlaub. An den Spitzen von Giebeln und Türmen verwendete man oft eine Kreuzblume als Ornament.

Eine der höchsten Sakralbauten ist der Kölner Dom, weitere berühmte Beispiele sind die Dome zu Magdeburg, Naumburg u.a..

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